Vom ersten Auftritt bis zum entscheidenden Geländeritt präsentierte sich Delia beim Al Shira’aa Bundeschampionat in Bestform. Nach Siegen in Qualifikation, Dressur und Springen machte die sechsjährige Stute auch im Cross in der Ollimond BB Arena den Titelgewinn perfekt und wurde Bundeschampioness der Vielseitigkeitsponys im Bibi & Tina Cup, Preis der Freundschaft.
Sie hat abgeliefert: Nach eindrucksvollen Siegen in der Finalqualifikation sowie in Springen und Dressur des dreiteiligen großen Finales ließ sich Delia auch im Gelände die Titelambitionen nicht mehr nehmen: Die drittbeste Bewertung im Cross reichte der Sechsjährigen, um zum Titel der Bundeschampioness der Vielseitigkeitsponys im Bibi & Tina Cup, Preis der Freundschaft, zu galoppieren. Die bildhübsche Grando-M-Tochter aus einer Mutter von Sir Charles wurde von der Jury als typvolles Sportpony mit viel Ehrgeiz und aussichtsreicher Perspektive für den Vielseitigkeitssport beschrieben.
Vorgestellt wurde die falbenfarbene Sächsisch-Thüringische Landeschampioness dieses Jahres von Anja Schöniger. Die Reiterin hatte beim diesjährigen Al Shira’aa Bundeschampionat übrigens alle Hände voll zu tun: Qualifizierte sie doch gleich drei Ponys fürs Finale! Gezüchtet wurde Delia von Ulrich Müller, als Besitzer ist die Werk 3 GmbH eingetragen.

Vize-Championess La Komtessa: Dreimal beste Leistungen
Als Zweite ins alles entscheidende Gelände gestartet, konnte AMD La Komtessa unter dem Sattel von Johanna Martha Liebergeld ihren Platz dank feiner, konstanter Leistung im Cross auch halten. Insbesondere der immer gleichmäßige Sprungablauf der sportiven fünfjährigen Fuchsstute wusste die Juroren zu beeindrucken. Die Vize-Bundeschampioness ist eine Tochter des Quasodoble AMD Z und geht mütterlicherseits auf Top Karetino zurück. Gezüchtet wurde sie von Gerhard Deparade. Lena Metzner ist Besitzerin.

Bereicherung für die Pony-Vielseitigkeit: Starlight’s Black Storm
Die Bronze-Medaille geht an Starlight’s Black Storm, der unter seiner Reiterin Meike Schmitz eine fulminante Runde im sonntäglichen Cross zeigte und dafür mit der Tageshöchstnote von 8,5 belohnt wurde. Der fünfjährige Hengst, Sohn des Reitland’s Bon Coeur aus einer High Flown’s Oxford-Mutter, geht für das Zuchtgebiet Weser-Ems an den Start und wurde von den Richtern als „Bereicherung für den Pony-Vielseitigkeitssport“ gelobt. Sarah Donath-Wilts hat den auffälligen Rappen, der René Hensling gehört, gezüchtet.

Resümee des Bundestrainers
Ausgeglichen war in diesem Jahr das Verhältnis von fünf- und sechsjährigen Nachwuchsponys, die unterm Strich durchweg ansprechende Leistungen zeigten. Gerade auch im Parcours, in den letzten Jahren für manche Ponys eine echte Klippe, gab es dieses Mal keine Ausfälle. „Ich denke, dass drei oder vier der hier gezeigten Ponys auch Potenzial für den großen Sport haben“, ist Rau mit der Leistung durchaus zufrieden. Allerdings, so der Bundestrainer der Pony-Vielseitigkeit Rüdiger Rau, müssten einige der Ponys im Saisonverlauf mehr Prüfungen gehen, um insgesamt routinierter zu werden.
Viel-Starterin Schöniger gewinnt auch BMLEH-Tierschutzpreis
Den BMLEH-Tierschutzpreis bei den vielseitigen Ponyreitern gewinnt in diesem Jahr Anja Schöniger. Obwohl sie wahrlich von einem Sattel in den anderen springen musste, attestierte die Jury der Reiterin und ihrem Team Ruhe, Sorgfalt und so viel Übersicht, dass jedes Pony mit der notwendigen Aufmerksamkeit bedacht wurde. Mit dem Preis werden Reiterinnen und Reiter für besonders pferdegerechten und pferdefreundlichen Umgang während der Bundeschampionate ausgezeichnet. Pferdesport Deutschland/Jessica Kaup

