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Pony-EM Le Mans: Bronze für deutsche Vielseitigkeitsreiter

Das deutsche Vielseitigkeitsteam hat bei den Pony-Europameisterschaften in Le Mans/Frankreich den Vorjahreserfolg wiederholt und erneut die Bronzemedaille gewonnen. Als beste Deutsche belegte Lea Brügger mit Golden Girl’s Nelly Platz zehn in der Einzelwertung.

Starke Dressur als Basis
Den Grundstein für ihren Medaillenerfolg legte das deutsche mit dem besten Dressurergebnis aller Teams mit der Deutschen Meisterin Lea Brügger (Ascheberg) und Golden Girl’s Nelly an der Spitze. Beste und schnellste deutsche Teilnehmerin war die DM-Dritte Anna von Helldorf (Oerel). Mit dem bewährten Marlon kam sie nur sechs Sekunden zu langsam ins Ziel der Geländestrecke und rückte damit vor dem Springen in Podiumsnähe. Zuvor hatten bereits Charlotte Eilers (Barßel) mit Nadeshi das Ziel sicher und mit nur 8,0 Zeitfehlern erreicht. Pech hatten das erste und das letzte deutsche Paar: Justus Hayessen (Stauffenberg) und Miss Windsor schieden bereits früh im Kurs aus, Lea Brügger kassierte als Schlussreiterin am Wasser 20 Minuspunkte für eine Volte. Nach einem Tiefsprung war Golden Girl’s Nelly etwas aus der Balance geraten, so dass die Reiterin vor dem nächsten Sprung abwenden musste. Trotz einer schnellen Zeit fiel sie damit im Ranking zunächst auf Platz 19 zurück.

Bronze trotz Rückschlägen
Mit diesen Ergebnissen musste das deutsche Team sowohl den Iren als auch Frankreich den Vortritt lassen. Die gastgebenden Franzosen waren die Einzigen, die mit allen vier Reitern das Gelände beendeten und am Ende souverän den Vorjahrestitel verteidigten. Ihr Endstand: 120,5 Minuspunkte. Alle übrigen Teams traten zum Springen nur noch mit drei Paaren an. Mit nur einer Runde mit Fehlerpunkten kamen für die Iren acht Minuspunkte im Parcours hinzu: 123,8 Minuspunkte das Endergebnis. Damit hätten die Deutschen zwar theoretisch noch Chancen auf Silber gehabt – dazu hätte es allerdings drei Nullrunden gebraucht. Diese aber gelang nur Lea Brügger, die mit Golden Girl’s Nelly damit in die Top Ten aufrückte (45,6 Minuspunkte/Platz zehn).

Wie schon im Gelände kamen für Charlotte Eilers und Nadeshi im Springen ebenfalls acht Strafpunkte hinzu (47,7 Minuspunkte/Platz 16). Besonders Pech hatte Anna von Helldorff. Als Dritte nach Dressur und Gelände lag eine Medaille in Reichweite, allerdings fielen bei ihrem Ritt gleich vier Mal die Stangen. Das bedeutete 59,9 Minuspunkte und damit Platz 19 für die ein Jahr jüngere Cousine von Lilli von Helldorff, die in Le Mans mit dem deutschen Pony-Dressurteam zeitgleich Gold gewinnen konnte.

Einzel-Gold bleibt ebenfalls in Frankreich
Wie in der Teamwertung blieb auch im Einzel die Goldmedaille in Frankreich. Sie ging an Noa Pelle mit Gin GT la Templerie. Sie startete von Platz zwei in der Dressur, übernahm im Gelände die Führung und behauptete die Spitzenposition mit einer Nullrunde im Springen (30,8 Minuspunkte). Auf den Silberrang arbeitete sich die Irin Anna Radford mit Essenar Double Dutch nach vorne (-34,7), gefolgt von der italienischen Einzelreiterin Isabella Giovannoni mit Clonberne Leedy (-39,2), die damit Bronze holte.

Höhen und Tiefen für deutschen Einzelreiter
Einen Platz hinter von Helldorff beendete die erst 13-jährige Einzelreiterin Greta Marie Löhr aus Rhede mit dem bewährten Rathcline Dream (-54,3/Platz 20). Etwas Pech hatte die dritte westfälische Reiterin, Franziska Niehoff. Nach einem guten Dressurstart musste die Münsteranerin mit ihrer Schimmelstute Metallica SGN gleich zwei Vorbeiläufer im Gelände hinnehmen und kam damit trotz nur eines Abwurfs im Springen nicht über Platz 33 hinaus.

Rüdiger Rau zieht positives Fazit
Nach der EM zog der zuständige Bundestrainer Rüdiger Rau ein positives Fazit: „Ich bin im Prinzip sehr zufrieden und habe mich für unsere Reiter über die Team-Bronzemedaillen sehr gefreut. Wir sind mit fünf neuen Paaren nach Frankreich gefahren, die sich hier gut behauptet haben. Die Dressurleistungen waren allesamt sehr gut, wenn auch die Notengebung insgesamt etwas diskussionswürdig war. Das Gelände war stramm aufgebaut und erzeugte den nötigen Respekt. Es gab allerdings auch zahlreiche Alternativen. Nach dem Runterfaller von Justus Hayessen hatte Charlotte Eilers Order, die Alternative zu reiten, und hatte daher Zeitfehler. Der Druck war dadurch natürlich auch für Anna und Lea recht hoch, die das aber toll geregelt haben. Auch Lea, die trotz ihres Pechs am Wasser, sehr schnell unterwegs war. Das Springen war nochmal sehr anspruchsvoll, auch hier sind generell viele Fehler gemacht worden. Unser Reiter, auch die Einzelreiter, haben insgesamt einen guten Job gemacht, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt, auf die man aufbauen kann.“  Pferdesport Deutschland/Hb

Zu den Ergebnissen

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter durften sich bei den Pony-EM in Le Mans 2026 über Team-Bronze freuen. Foto: Jan Frohne

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