(pbb) Start nach Maß für die deutsche Equipe: Am Donnerstag, dem ersten Tag der Internationalen Marbacher Vielseitigkeit, dominierte das von Bundestrainer Peter Thomsen (Lindewitt) nominierte Team bei der Dressur in der 1978 eingeweihten „Marbacher Hengstparadearena“ des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts die Konkurrenz.
Bereits bei „Halbzeit“ – nachdem die Reiterinnen und Reiter der sechs am Nationenpreis teilnehmenden Länder ihre Auftritte hinter sich gebracht hatten – lagen Deutschland und Michael Jung (Einzel) in der Vier-Sterne-Prüfung um den Preis der iWEST Tiernahrung vorne.
Im Sattel seines 18-jährigen Hannoveraner Wallachs fischerChipmunk FRH kam der viermalige Olympiasieger aus Horb bei wechselndem Wetter mit Sonnenschein und Graupelschauern auf 21,2 Punkte und führt mit klarem Vorsprung das Feld an. Vierte ist Libussa Lübbeke (Wingst), die mit der 16 Jahre alten Hannoveraner Stute Caramia FRH mit 29,1 Punkten abschloss. Gemeinsam den neunten Rang belegten mit jeweils 30,9 Punkten Ben Leuwer (Bonn-Rodderberg) und der erst neunjährigen Holsteiner Wallach Zuccini MN sowie Julia Krajewski (Warendorf) auf dem 12 Jahre alten irischen Wallach Tullabeg Platinum. Überraschend auf den achten Platz schob sich mit dem 19-jährige Württemberger Wallach Grand Prix iWEST noch die letztjährige Gewinnerin des Berufsreiter-Championats, Nina Schultes (Neuhütten/30,8) nach vorne.
Zwischen die Deutschen platzierten sich der für die Schweiz startende Felix Vogg (Überlingen) auf dem Westfalen-Wallach Colero (2./26,4), die Belgierin Lara de Liederkerke-Meier und Kiarado d’Arville als Dritte (26,8), der Franzose Benjamin Massie mit Figaro Fonroy (5./29,2) und die Schwedin Louise Romeike. Die Schwiegertochter von Peking-2008-Team-Olympiasieger Hinrich Romeike belegte auf ihrem Wallach Caspian mit 29,6 Punkten den siebten Platz. 2025 hatte das Paar in Marbach die Vier-Sterne-kurz-Prüfung gewonnen.
In der Nationenpreiswertung liegt Deutschland (81,2 Punkte) damit nach der Dressur und vor der Geländeprüfung am Samstag ab 13 Uhr deutlich vor Schweden (94,3), Belgien (100,5), Frankreich (102,7), der Schweiz (103,5) und der österreichischen Equipe (107,0).

