Etwa 30 Kilometer vor der slowenischen Grenze liegt die italienische Planstadt Palmanova, die eine der wenigen Orte ist, in denen der ursprüngliche sternenförmige Grundriss noch gut erhalten ist. Nur etwa einen Kilometer außerhalb der historischen Stadtmauer liegt die Anlage, auf der regelmäßig internationale Vielseitigkeiten veranstaltet werden. In diesem Jahr fanden gleich sechs Prüfungen von CCI1*-Intro bis CCI3*-L inkl. internationaler Ponyprüfung in Palmanova statt. Mit dabei waren auch einige Buschreiter aus dem Süden Deutschlands. Besonders erfolgreich waren Robert Sirch und Fritz Sontheim, die sich in der CCI3*-L bzw. CCI3*-S vorne platzierten.
CCI3*-L: Robert Sirch galoppiert in die Top 5
2024 war er in Palmanova siegreich in der CCI2*-L Prüfung. Zwei Jahre später belegte Steuerberater Robert Sirch aus dem oberbayerischen Fischen mit seinem eigenen Irish Sport Horse Gortglas Diamonds in the Sky den fünften Platz in der CCI3*-L am gleichen Ort. 2023 hatte er in der Prüfung schon einmal den zweiten Platz belegt. In diesem Jahr erzielte der Stammgast in Italien -35,5 Punkte in der Dressur, im 4450 Meter langen Gelände kamen 12,8 Zeitfehler hinzu und im einflussreichen Springen am Sonntag fiel eine Stange, womit sie jedoch sogar noch zwei Plätze gutmachen konnten. Mit einem Endergebnis von -52,3 Punkten beendeten die Routiniers das Turnier auf dem fünften Platz. Es siegte der Italiener Emiliano Portale mit dem erst achtjährigen God Sigma Dell’Esercito Italiano mit -40,4 Punkten. Das Duo war im vergangenen Jahr bei der WM der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde in Le Lion D’Angers am Start, wo sie Platz 24 belegten.
CCI3*-S: Fritz Sontheim auf Platz 4
Seine bisher beste 3*-Platzierung sicherte sich Fritz Sontheim im Sattel von Holsteiner Convenuto DKG (Züchter: Klaus Gumpert; Besitzer: Ralf Meßner & Züchter) in der CCI3*-S Prüfung. Der 20-jährige aus Baden-Württemberg startete mit -37,5 Punkten aus der Dressur in die Prüfung. Im Busch drehten sie mit nur vier Sekunden Zeitüberschreitung die zweitschnellste Runde des Tages und rangierten vor dem abschließenden Springen am Sonntag sogar auf dem zweiten Platz. Doch im Parcours war das Glück nicht ganz auf ihrer Seite und gleich drei Stangen fielen zu Boden. So wurde es am Ende mit -51,1 Punkten Platz 4 statt Platz 2.
Die Prüfung gewann mit stolzen zwölf Punkten Vorsprung die Schweizerin Melody Johner mit der genialen Geländestute Erin (-33,3). In Aachen waren die beiden vor rund einem Monat Teil der schweizerischen Equipe und begeisterten bei der WM das Publikum mit einer von nur wenigen Nullfehlerrunden innerhalb der erlaubten Bestzeit im Gelände. In der Einzelwertung belegten die beiden dort Platz 18.
Weitere platzierte deutsche Teilnehmer in der CCI3*-S: 6. Lena Maria Setzwein mit Fourfields Maximum Stake (-54,5).

